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Werner zofft beim Wasserbett

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Werner zofft beim Wasserbett

Sterben in Satin

Der Typ im blauen Overall

Werner bleibt der Herr im Haus

Die Werner verzog keine Miene, aber er legte alle Bestimmtheit in seine Stimme, als er sagte: „Kommt nicht in Frage! Sowas kommt mir nicht ins Haus! Und der Herr des Hauses bin ich!“

„Aber Werner…“

„Nichts … Aber Werner! Wir haben ein Wasserbett < www.wasserbetten-henke.de > und ich liebe unser Wasserbett, und ich werde bestimmt nicht jetzt nach dreißig Jahren auf so ein ungemütliches Schaumstoff-Zeug umsteigen!“ Damit schnappte er sich den Katalog und das Bestellformular, das Gerda vor sich liegen hatte, knüllte beides zusammen und warf es in hohem Bogen in den Papierkorb.

„Willst Du denn nicht wenigstens mal ins Matratzen-Outlet mitkommen und probeliegen?“

„Nein, Gerda, will ich nicht. Ich hab erst letzte Woche im Hotel auf so einer Plastikmatratze gelegen, und mein Rücken erinnert sich jetzt noch dran. Es sind keine schönen Erinnerungen, das kannst Du mir glauben…“

„Also, ich fand’s seeeeehr gemütlich…“

„Schön, dann kauf Dir ein neues Bett, aber im Schlafzimmer bleibt unser Wasserbett < www.aqua-comfort.de > stehen, und daran wird sich nichts ändern. Außerdem habe ich vor, auch fürs Gästezimmer ein Wasserbett anzuschaffen, ein gemütliches Softside mit mittlerer Beruhigung.“

Damit trank Werner den letzten Schluck Kaffee und erhob sich vom Küchentisch, zog sein Sakko an, setzte den Hut auf und verließ die Wohnung. Er war normalerweise nicht so stur wie heute, aber bei diesem Thema wollte er nicht diskutieren. Er schlief seit seiner Jugend im Wasserbett, und jedes Mal, wenn er auf Reisen und gezwungen war, in einem „normalen“ Bett zu schlafen, tat ihm danach nicht bloß der Rücken weh … er sehnte sich auch nach seiner heimischen Schlafoase. Er verstand nicht, warum nicht längst jeder ein Wasserbett hatte. Gut, vielleicht wäre das auch wieder langweilig, es ist ja jeder Mensch anders, dachte er. Aber er hatte Mitleid mit allen, die nicht auf Wasser schliefen. „Ihr wisst gar nicht, was ihr verpasst“, sagte er laut in seinem leeren Auto.

 

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