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Sterben in Satin: (Private Homapage)

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Sterben in Satin

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Teure Satin-Bettwäsche für ne Leiche

Peter grummelte Flüche in seinen Bart, zog sich sein Käppi tiefer in die Stirn und ließ sich in seinen Regiestuhl sinken. Die Lichtcrew brauchte jetzt schon drei Stunden länger als geplant, die Laune der Darsteller verschlechterte sich von Minute zu Minute, und der Unit Production Manager war nirgends zu finden. Vermutlich hatte er sich mit einer Flasche Schnaps zurückgezogen und würde später zu nichts mehr zu gebrauchen sein, wie üblich. In Peters Kopf ratterte die Rechenmaschine. Er schätze, dass er durch die Verzögerung bereits gute sechstausend Euro in den Sand gesetzt hatte. Wenn das so weiter ging würde der Produzent ihn bald einen Kopf kürzer machen.

Er schnappte sich das Script zum zehnten Mal, obwohl er die folgende Szene, in der der titelgebende „Herr des Hauses“ verschlafen aus dem Bett kriechen sollte, nur um dann von zwei Gangstern erschossen zu werden, schon in und auswendig kannte. „Peter?“ sagte jemand hinter ihm. Er drehte sich um. „Was denn?“ antwortete er gereizt. Es war das Mädel von der Ausstattung, das sich eigentlich schon längst ums fertige Setdesign hätte kümmern müssen. „Wir haben zu wenig Kunstblut“, sagte sie nervös und streckte ihm ihre beachtlichen Titten entgegen. Peter platzte der Kragen. „Was soll das? Wir hatten es genau berechnet, wir haben sogar mehr als wir brauchen, wir….“ „Und die Bettwäsche ist auch hinüber…“ unterbrach sie ihn. „Welche verdammte Bettwäsche?“ „Die Satin-Bettwäsche, in der der Herr des Hauses sterben soll…“

Peter schmiss das Script auf den Boden, zündete sich hastig eine Zigarette an und nahm tiefe Züge. „Die teure Satin-Bettwäsche: www.premium-bettwaesche.de? Ja, seid Ihr jetzt alle wahnsinnig?“

„Die Effects-Crew wollte vorher durchproben, wie der Schädel explodiert und hat’s dabei ein wenig übertrieben…“

Das war genug, endgültig. Peter schnappte sich sein Megaphon und brüllte: „CUT! Für immer! Ihr seid gefeuert, alle miteinander, ihr Nieten!“

 

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